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Silber ─ der Markt im April

Die Anlage in Silber führt nun bereits seit geraumer Zeit ein Nischendasein, obwohl das Edelmetall im Vergleich zu Gold nachweislich genau die gleiche Wertbeständigkeit aufweist. Der Preis für einen Goldbarren liegt derzeit etwa 60 Mal höher als bei Silber in gleicher Menge und Feinheit ─ noch im letzten Jahr bestimmte der Faktor 52 die Differenz beider Edelmetalle. Das bedeutet allerdings nicht, das der Silberpreis verfällt, sondern auf der anderen Seite das Gold inzwischen maßlos überbewertet ist. Eine ernstzunehmende Preisbereinigung erfolgt allerdings erstmals seit Jahren im April 2013.
Die scheinbare Unbeliebtheit von Silber ergibt sich aber nicht nur aus dem zunehmenden Abstand zum Goldpreis, sondern ist einerseits vom Staat hausgemacht, andererseits sind die Verwendungsunterschiede grundlegend und maßgeblich.

So erhebt der Staat den vollen Mehrwertsteuersatz auf Silberbarren, während der Handel mit Gold steuerfrei bleibt. Ausgefuchste Anbieter umgehen den hohen Steuersatz mit riesigen Silbermünzen, die mit einem Gewicht von einem Kilogramm einen ganzen Silberbarren ersetzen. Auf den Handel mit Silbermünzen erhebt der Staat nämlich nur den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von zur Zeit 7 %. Wer Silber kaufen möchte, ist mit Münzen also gut beraten. Diese sind weit verbreitet und gibt es auch online, z. B. bei www.silber-kaufen-verkaufen.de. Trotzdem wird die Anlage in Silber allein durch die Zahlung einer Steuer im Vergleich zum Kauf von Gold benachteiligt.

Prognosen für beide Edelmetalle sind schwer zu treffen, doch unterscheiden sich die Faktoren grundlegend: Der Kauf von Gold dient in der Regel einer sicheren Wertanlage; der Preis erhöht sich traditionell bei schwacher Wirtschaftslage bzw. Inflationsängsten. Silber wiederum wird als Anlageform weniger geschätzt, dafür als Rohstoff in der Industrie weit mehr benötigt als Gold. Somit ist der Silberpreis stark von der Nachfrage durch die Industrie abhängig und somit weit mehr Einflüssen unterworfen. Während bei der heutigen schwachen Konjunktur also der Goldpreis aufgrund des Bedarfs an Sicherheit nach oben schnellen wird, sinkt die Nachfrage nach Silber durch die Industrie, wodurch der Wert sinkt. Beide Richtungen begründen die sich immer weiter öffnende Schere zwischen den Edelmetallen.

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Autor: admin am 29. Apr 2013 14:30, Rubrik: News,
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