Es gibt Marktteilnehmer die übernehmen mit einfachen Mitteln ein anderes Unternehmen. Erst zuletzt bei Google und der Übernahme der Firma hinter like.com geschehen. Weiterhin gibt es Unternehmen, die schrecken vor einer feindlichen Übernahme nicht zurück. Ähnlich dem Fall von BHP Biliton und dem Übernahmekandidaten Potash. Und dann gibt es noch Unternehmen, welche so auf ein anderes Unternehmen versessen sind, dass es sogar zu einem Bieterstreit kommen kann. So wie in dem Fall Dell und Hewlett Packard. Beide Firmen möchten den Speicherspezialisten 3Par übernehmen und erhöhen immer wieder die ihre Angebote an 3Pa. Hatte der Hardwarehersteller Dell noch vor wenigen Tagen für die Übernahme 1,2 Milliarden Dollar geboten, so hatte Hewlett Packard das Angebot gegenüber 3Pa auf 1,6 Milliarden Dollar erhöht.
Da kann man Google nur zu seinem Schnäppchen gratulieren, hatte man dort nur schlappe 100 Millionen Dollar für like.com bezahlt. Aber warum sind alle so heiß auf 3Par? Die Firma ist Spezialist für Internet-Speicherlösungen und daher besonders interessant für Hewlett Packard, da HP bereits im Speichergeschäft tätig ist. 3Par ist ein Anbieter von virtualisierten und auch mehrstufigen Storage-Arrays, die für Cloud-Computing, die in den nächsten Jahren einen enormen Wachstumsmarkt verzeichnen wird, entwickelt wurden. Dabei ist die Produktpalette von 3Par hauptsächlich an Anbieter von Rechnerleistungen, sowie Web-2.0-Unternehmen und Behörden konzipiert. Die meisten dieser Kunden benötigen eine Verbesserung ihrer eigenen Server und Storage-Systeme. Weiterhin sparen die Systeme von 3Par die Kosten und den Aufwand für das IT_ Management. Da Hewlett Packard über ein größeres internationales Netzwerk verfügt, ist es nicht abwägig, dass HP den Zuschlag zur Übernahme erhält. Doch Dell wird sich sicherlich nicht so einfach geschlagen geben, obwohl
Hewlett Packard mit seinem Angebot den Aktienkurs von 3Par mehr als verdoppeln hatte können.
Die Steuereinahmen für Bund und Länder sind im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent gesunken. Das Aufkommen aus Lohnsteuer sank um 6,5 Prozent. „Dieser Rückgang wird durch die zu Jahresbeginn in Kraft getretenen Steuerentlastungen und die Anhebung der Kindergeldsätze verursacht”, erklärte das Bundesfinanzministerium. Vielleicht liegt es auch an den vielen Arbeitslosen in Deutschland.
Doch die Hilfe naht von Google. Schon seid einiger Zeit wird das Google Street View aufs heftigste kritisiert. Nun haben findige Politiker eine Idee, die zugleich zwei Fliegen mit einer Klappe trifft. Für jeden Bürger könnte Google einen Euro an die jeweiligen Kommunen zahlen. Eine Art Nutzungsgebühr, da Google die entstandenen Fotos von den Straßenzügen kommerziell nutzt. Der Internetkonzern dürfte eine solche Gebühr sicherlich nicht gut dem Schmecken, dafür aber den staatlichen Steuersäckchen.
Derzeitig hat es die deutsche Bundesregierung nicht einfach. Hatten sich erst am letzten Wochenende die Energieriesen gegen die geplante Energiesteuern bzw. Brennelementesteuer ausgesprochen und mit Abschaltung der Atomkraftwerke gedroht, kommt jetzt erweiterter Widerstand gegen die Reformen. Viele betrachten die geplante Brennelementesteuer als eine Art zweite Ökosteuer.
Von der Seite kann man das natürlich auch betrachten. “Eine Politik, die darauf setzt, den Haushalt mit neuen Energiesteuern zu sanieren, blockiert die notwendigen Investitionen in die Zukunft“ so und so ähnlich soll die große Anzeigenkampagne verschiedener Gegner der Brennelementesteuer aussehen. Jetzt müssen die Energieunternehmen endlich einmal Verantwortung für ihr Handeln tragen. Persönlich finde ich die Brennelementesteuer gar nicht mal so schlecht. Man hätte sie schon viel früher einführen sollen. Die Kosten der Lagerung oder der Entsorgung müssen schließlich auch irgendwie getragen werden. Das könnte man ja wunderbar miteinander ausgleichen. Stellt sich die Frage, warum die Energieriesen keine Brennelementesteuer zahlen möchten? Haben die vielleicht was zu verbergen oder machen sie dann zu wenig Gewinn?
Die Bilanzzahlen und die Berichtssaison für das zweite Quartal 2010 sind abgeschlossen. Während sich Deutschland von der Krise erholt, scheinen die Konjunktursorgen weiterhin die Anleger zu erschrecken und Vorsicht walten zu lassen.
Die meisten Firmen konnten in der Krise kosten senken und die Produktivität steigern. Die meisten Industrieunternehmen konnten die Gewinnerwarten der Analysten übertreffen. Besonders stark waren die Bilanzen der IT-Unternehmen und die der Autobauer. Aber auch die Finanzbranche kam nach einer langen Durststrecke gut voran. Nun ergibt sich die Frage, wie es weiter laufen wird.
Zunächst einmal sieht es positiv aus. Normalerweise sind die meisten Quartalszahlenergebnisse bereits an den Börsen eingepreist. Das heißt nicht, dass die Aktienmärkte nicht auf das tägliche Marktgeschehen reagieren. Hier spielt die Psychologie der Marktteilnehmer eine große Rolle. Langfristig gesehen könnte man dennoch davon ausgehen, dass sich die internationalen Aktienmärkte wieder beruhigen. Gerade im Technologiesektor wird es zwar zu einem erbitterten Wettbewerbskampf kommen, allerdings auch um eine Markterweiterung. Viel versprechend sehen dabei der Telekommunikationssektor, die Softwarekomponenten und die Hardwareprodukte aus. Das mag sicherlich an der erhöhten Nachfrage der Smartphones und mobilen Geräte liegen.
Auch die Gesundheitsbranche scheint sich einiges zu bewegen. Ein besonderes Augenmerk sollte man daher auf Johnson & Johnson und Baxter legen. Johnson & Johnson konnte als einer der wenigen Unternehmen zwei neue Anleihen aufnehmen, die jeweils zu 550 Millionen US-Dollar bewertet sind.
Ein weiteres Highlight dürfte der erneute Börsengang des amerikanischen Autobauers General Motors werden. Die Konzernspitze plant den größten Börsengang der Geschichte.
Einen Rückschlag könnten die klassischen Energiekonzerne erleiden. Letztendlich sorgt der Streit mit der deutschen Bundesregierung um die geplante Brennelementesteuer für Unsicherheit bei den Anlegern. Die Energiekonzerne hatten vor kurzer Zeit gedroht die Atomkraftwerke abzuschalten.
Am gestrigen Abend gab der amerikanische Grafikchip Hersteller Nvidia seine Bilanzen zum Fiskalquartal 2010/11 bekannt. Das Unternehmen musste einen Nettoverlust von 141 Millionen US Dollar ausweisen.
Nachdem der gestrige Abend mit roten Vorzeichen an den amerikanischen Börsen endete, konnten sich die asiatischen Börsen im Handelsverlauf ein wenig beruhigen.
Auch in Deutschland fing es positiv an. Der Wechselrichter-Hersteller SMA Solar konnte im ersten Halbjahr seinen Umsatz von 815,6 Millionen Euro mehr als verdreifachen. Somit ergab sich eine Gewinnsteigerung im operativen Bereich von 220 Millionen Euro.
Die Zahlen der Hamburger Hafen und Logistik AG sahen mit einem Umsatz von 490,7 Millionen Euro ebenso recht viel versprechend aus. Für das Gesamtjahr erhob die Konzernspitze sogar die Prognose des Unternehmens.
Schlechte Bilanzen musste wieder einmal Deutschlands Sorgenkind, die Hypo Real Estate ausweisen. Insgesamt bezifferte sich der Verlust auf 395 Millionen Euro, bei dem die Kreditrisikovorsorge einen Anteil von 194 Millionen Euro zusätzlich hatte.
Der Anlagenbauer Roth & Rau erfreute sich einer starken Nachfrage ihrer Produkte und konnte einen Nettogewinn von 5,6 Millionen Euro einheimsen. Weiterhin bestätigte das Unternehmen seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr.
Wer gedacht hat, der Markt der Telekommunikation ist tot, hat vielleicht teilweise Recht. Der Telekomanbieter Versatel musste zumindest im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch von fünf Prozent verbuchen, obwohl der Umsatz mit 181,2 Millionen Euro relativ stabil aussah.
Es gab jedoch eine Nachricht, die jeden in Deutschland aus dem Häuschen brachte. Die deutsche Wirtschaft boomt so stark wie seit 1987 nicht mehr. Im zweiten Quartal steigerte sich das Bruttoinlandsprodukt um 2,2 Prozent. Doch trotz der guten Wirtschaftnachrichten für Deutschland, befürchten viele Experten eher eine Konjunkturabkühlung für Europa. Zusätzlich sorgte die unerwartete Inflation in den USA für Aufruhr.
Schon im April hatte die FED, die amerikanische Notenbank, vor einer erneuten Blasenbildung gewarnt und entsprechende in Aussicht gestellt. Die große Gefahr soll immer noch in der schwierigen Konjunkturlage zu sehen.
Doch viele Volkswirte sehen in der dauerhaften Niedrig-Zins-Politik ebenfalls Gefahren. Daher sollten sich die Amerikaner auf einen stärkeren und weit reichenden Einsatz von nachhaltigen Reformen einsetzen. Durch eine weitere Niedrig-Zins-Politik befürchtet man die Abschwächung der Konjunktur und der Abwertung der eigenen amerikanischen Währung.
Wie nah die Volkswirte an der Wahrheit zu sein scheine, beweisen die Arbeitslosenzahlen, die letzte Woche bekannt gegebene wurden. An den Märkten kämpfen derzeitig die Bullen und die Bären um ihre gegenseitige Machtposition.
Die Notenbanksitzung dürfte erst einmal ein wenig ein wenig Klarheit bringen. Eine Anhebung des Leitzinses dürfte jedoch etwas unwahrscheinlich sein. Zuviele Amerikaner kämpfen gegen die Arbeitslosigkeit und gegen Zwangsvollstreckungen, weil sie sonst auf der Straße sitzen.
Wahrscheinlicher wird es sein, dass die FED bei ihrer Null-Zins-Politik bleibt. Die FED ist derzeitig enorm unter Druck. Man befürchtet eine zweite Rezession, in welche die amerikanische Wirtschaft erneut fallen könnte. Bereits im letzten Monat hatte Bernanke Konjunkturstützen in Aussicht gestellt. Derzeitig bewegt sich der Markt in lauernder Stellung. Sämtliche Marktteilnehmer befürchten, dass sich die FED dazu entscheidet, weitere Hypotheken und Bonds aufzukaufen. Der Markt kann sich nun nicht mehr auf positive Quartalszahlenberichte stützen, die Berichtssaison läuft aus. Nur noch einige Einzelhändler werden ihre Bilanzen veröffentlichen.
Von der Zuführung frischen Geldes erwarten die meisten Anleger einen erneuten Aufschwung. Die letzten Jahre haben allerdings gezeigt, dass die Handlungsspielräume der FED immer weiter beschnitten werden und kaum noch vorhanden sind. Fleißig die Druckmaschinen anzuschmeißen bringt auf Dauer keine Lösung, erst Recht nicht, wenn die Leitzinsen wieder angehoben werden. Analysten der Goldman Sachs gehen von einer Zinserhöhung erst ab dem Jahr 2012 aus.
Schon die Börsen in Asien zeichneten die Bewegungsunfähigkeit der Märkte ab. Obwohl heute morgen der deutsche Versicherungskonzern, die Allianz, einen Überschuss von 1,02 Milliarden Euro bekannt gab und einen operativen Gewinn von 2,2 Milliarden Euro verzeichnete, waren die Anleger nicht gerade in Kauflaune.
Der Spezialchemiekonzern Lanxess hob nach seinem gesteigerten Gewinn von 131 Millionen Euro seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr an. Weiterhin gab es Neues aus dem Hause SAP. Schon seid einiger Zeit treffen sich die Softwareproduzenten SAP und Oracle vor dem Kadi. Es ging um Datendiebstahl die der Konzern SAP seiner Konkurrenz gestohlen zu haben. Aus diesem Grund hatte Oracle Klage eingereicht. Mittlerweile bestreitet die Konzerspitze den Vorfall nicht mehr.
Gute Nachrichten kamen auch aus Großbritannien. Der verstaatlichte Bankenkonzern RBS konnte im zweiten Quartal seine Bilanzen verbessern und in die schwarzen Zahlen zurückkehren. Insgesamt verdiente die RBS 257 Millionen Pfund.
Außerdem wurde heute am Frankfurter Parkett ein Neuling begrüßt. Der asiatische Modekonzern feierte morgens seinen Einstand an der Frankfurter Börse mit einer Erstnotierung von 15,00 Euro pro Aktie. Dies entsprach auch dem Ausgabepreis.
Da wir gerade unsere Augen nach Asien richten, müssen ebenso die Zahlen vom japanischen Reifenhersteller Bridgestone erwähnt werden. Auch hier konnten die Bilanzen im ersten halben Jahr verbessert werden. Bridgestone konnte 44,5 Milliarden JPY gewinnen.
Überraschend war heute die Ankündigung zur Gründung einer Joint Venture. Zumindest ist es für Firmen überraschend, die normalerweise hart um die Marktanteile im gleichen Sektor kämpfen. Gerade die RTL Group und die ProSiebenSat.1 Media wollen nun eine senderoffene Plattform für TV-Inhalte im Internet etablieren.
Weiterhin konnte Audi seine Verkaufszahlen für den vergangenen Monat Juli veröffentlichen. Die Verkaufszahlen stiegen um 7,7 Prozent. Es scheint der deutschen Autobranche doch nicht ganz so schlecht zu gehen, wenn man schon 91.400 Autos verkauft.
Der heutige Morgen hat es bereits gezeigt. Die Zeichen stehen gut, obwohl Ökonomen schon wieder einmal die Notenbanken vor ihrer zu laschen Zinspolitik gewarnt haben. Dabei gab es wieder hervorragende Bilanzen, die dem Markt wieder einmal mehr frischen Aufwind gegeben haben. Der Dialysekonzern Fresenius Medical Care erwirtschaftete einen Gewinn von 248 Millionen Dollar und konnte somit die Erwartungen der Analysten übertreffen.
Dementsprechend ging es auch mit der Deutschen Post weiter, die nach einem Umsatzplus von 12,79 Milliarden Euro zeitgleich ihre Jahresprognose erhöhte. In der Solarbranche musste der Solarhersteller im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang auf 27,6 Millionen Euro hinnehmen.
Als Spaßbremse für den Aktienmarkt stellte sich der Fernsehsender Sky Deutschland heraus. Schon seid einiger Zeit ist das Unternehmen und der Bezahlsender in einer imaginären Krise. Sky Deutschland schreibt durchweg rote Zahlen und auch Kapitalspritzen von einer Mediengröße wie Rupert Murdoch scheinen nichts daran zu ändern. Obwohl das Unternehmen sein Bezahlfernsehen mit den Rechten an der Bundesliga bewirbt, scheint man sich gerade in der Kundenbetreuung und Kundenbindung nicht sehr große Gedanken zu machen. Nach Ankündigung einer Kapitalerhöhung und einer Wandelanleihe mit einer Größenordnung von 340 Millionen Euro sackte der Aktienkurs zeitweilig um 20 Prozent ab. Dennoch sehen viele die weitere Entwicklung optimistisch. Schließlich hatte Sky in der Zeit April bis Juni 2010 über 6000 Abonnenten dazu gewonnen. Ich bin übrigens einer von ihnen.
Auch der Euro schaffte zum US-Dollar gestern den Sprung nach oben bis auf 1,3190 US-Dollar. Somit konnte das Währungspaar noch heute Morgen den 1,32er Level nach oben überwinden und ein neues Hoch bei 1,3260 markieren. Ein Ende ist bislang nicht in Sicht.
Kein Leser sollte jetzt über die Headline nachdenken. Ich habe wieder einmal überzogen als auf die Grammatik zu achten. Doch die Amerikaner lassen gerade neues Geld drucken. Sie haben die Druckmaschinen angeworfen. Doch es liegt nicht an einer erneuten Konjunkturspritze, sondern an dem neuen Design des 100 Dollar Scheines.
Ich vermute, dass der 100 Dollar Schein nicht mehr dem modernen Sicherheitsstandard von Geldscheinen entsprochen hat. Jeder der einmal ein paar Dollars in der Hand hatte, wird dies sicherlich bestätigen können. Doch die Amerikaner bezahlen eigentlich recht ungern mit großen Banknoten.
Bereits im Jahr 2003 wurde der 20 Dollar Schein dem Sicherheitsstandard angepasst. Dieser war nun mit Wasserzeichen, Sicherheitsfaden und den veränderten Schriftfarben ausgestattet worden. Ein Jahr später folgte der 50 Dollar Schein, auf dem sogar eine amerikanische Flagge zu erkennen ist. Das Konzept der verschiedenen Farben setze sich auch auf dem 10 Dollar Schein durch, welcher 2006 eingeführt wurde.
Abraham Lincoln ziert zwar immer noch den 5 Dollar Schein, allerdings ist inzwischen ein Sicherheitsfaden in den Schein integriert.
Die neuen 100 Dollar Scheine sollen ab dem Jahr 2011 ausgegeben werden. Der einfache Sicherheitsstreifen wird durch einen 3 D Sicherheitsstreifen ausgetauscht. Obwohl Benjamin Franklin weiterhin auf dem Geldschein zu sehen bleibt, ziert im rechten Teil des Scheines eine Glocke, die beim Kippen die Farbe wechselt. Nun bleibt es nur noch eine Frage der Zeit, bis der 1 Dollar Schein ein neues Gewand bekommt und ob ich dann meine Scheine irgendwann wegschmeißen muss.
Die Termine des Tages:
• 11:00 – EU Arbeitslosigkeit Juni
• 14:30 – US BIP 2. Quartal
• 14:30 – US Arbeitskosten 2. Quartal
• 15:45 – US Einkaufsmanagerindex Chicago Juli
• 15:55 – US Verbraucherstimmung Uni Michigan Juli
• 21:00 – US Agrarpreise Juli
HAPPY TRADING!
Autor: admin, 30. Jul 2010, Rubrik: News, Kommentare geschlossen
Noch vor einigen Wochen hatte man noch viel über den Zerfall des Euros und der Eurozone berichtet. Die Probleme der PIGS – Staaten seien so gravierend, dass eine Zersplittung der europäischen Währungsunion unausweichlich sei, sollte man nicht reagieren. Daraufhin wurden Rettungspakete in Milliardenhöhe vom IWF, der europäischen Union und auch von Deutschland zu Verfügung gestellt. In vielen Ländern wurde ein Sparkurs angeordnet. Der Euro wurde immer wieder schlecht geredet.
Nun wenige Wochen danach scheint sich die Lage wieder zu beruhigen. Bereits gestern konnte man dies vernehmen, da sich der Euro gegenüber dem US Dollar über der 1,29er Marke hatte setzen können, konnte der Kurs am Abend auf das 1,30er Level ansteigen.
Kann man also wirklich von einer Erholung sprechen? Zumindest fängt jetzt die Berichtssaison der deutschen Unternehmen an. Nachdem wir einige Zeit in die Vereinigten Staaten blicken konnten, wird der Euroraum interessant werden. Die Deutsche Bank konnte bereits heute einen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro bekannt geben.
Der GfK-Konsumklimaindex für Deutschland konnte sich in diesem Sommer auf Grund der Fußball Weltmeisterschaft und der daraus resultierenden positiven Stimmung der Verbraucher verbessern. Inwieweit die Erhöhung der Krankenkassenbeiträge und das drohende Sparpaket dieses Klima wieder trüben bleibt abzuwarten. Die Zeit um einen Fernseher zu kaufen ist sicherlich erst einmal vorbei. Doch jetzt beginnt der Sommerschlussverkauf. Da gibt es bestimmt einige Schnäppchen zu ergattern. Und der Herbst steht vor der Tür, da sollte man sich vorab schon wieder ein paar Medikamente zulegen, um die Pharmaindustrie zu fördern.
Wichtige Termine für den heutigen Handelstag:
• 10:00 – EU Geldvolumen Eurozone Juni
• 14:55 – US Redbook (Woche)
• 15:00 – EU EZB Wochenausweis Fremdwährungsreserven
• 16:00 – US Verbrauchervertrauen Juli
• 19:00 – US Auktion 2-jähriger Notes
• 19:00 – US Auktion 4-wöchiger Bills
HAPPY TRADING!
Nachdem US Notenbank Chef Ben Bernanke durch seine Aussage vor dem amerikanischen Kongress zur amerikanischen Konjunktur die Marktteilnehmer verunsichert hatte, kämpften die US Börsenplätze um eine gute Positionierung.
Die meisten Anleger ließen sich jedoch nicht die Laune verderben und waren guter Hoffungen bezüglich einiger hervorragender Quartalszahlen. Unter anderem die Bilanzzahlen von der US Investmentbank Morgan Stanley, die einen satten Milliardengewinn vorweisen konnten.
Weiterhin beflügelten Quartalszahlen von Apple und Coca Cola den Markt, der dennoch zum Handelsschluss ein Minus von 1,1 Prozent aufweisen musste.
Die Marktteilnehmer erfreuten sich über die Aktie von Morgan Stanley, die zwischenzeitlich eine Wertsteigerung von acht Prozent verzeichnen konnte. Die Ergebnisse von Morgan Stanley fielen in allen Unternehmensbereichen sehr positiv aus.
Das EPS belief sich auf 0,80 US Dollar, im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum von 0,46 US Dollar. Im Vorjahresquartal konnte Morgan Stanley noch einen Umsatz von 5,20 Milliarden US Dollar verzeichnen, dieser ist für das zweite Quartal 2010 auf 8 Milliarden US Dollar angewachsen. Der Nettogewinn belief sich auf 1,4 Milliarden US Dollar.
Mit diesen Ergebnissen konnte Morgan Stanley nicht nur seinem Mitbewerber, der Goldman Sachs Gruppe, ein Schnippchen schlagen, sondern übertraf zudem noch die Erwatungen der Analysten, die sowohl mit einem Umsatz von 7,9 Milliarden US Dollar gerechnet hatten als auch von einem EPS 0,46 US Dollar erwarteten.
Für das laufende Quartal wurde die Prognose noch einmal auf ein EPS von 0,65 US Dollar und Umsatzerlösen von 8,27 Milliarden US Dollar angehoben. Obwohl die Konzernspitze das Marktumfeld immer noch als kritisch betrachtet, geht man davon aus, dass sich beispielsweise die sinkenden Ausfallraten für Kredite wieder amortisieren könnten und sich dieses positiv auf die nächsten Bilanzen für das laufende Quartal auswirken könnte.